Unsere News

HILFE ZUR SELBSTHILFE

Sie heißen Luwam, Mojtaba, Hariir, Abdilahi, Elyas, Baber, Sameem, Nawras, Hussain, Richard, Mohammad und Javad. Sie sind zwölf der insgesamt 1.228 (Stichtag 15.9.2016) erfassten minderjährigen Flüchtlinge, die unbegleitet – also ohne ein Familienmitglied – zurzeit in Hamburg leben. Zwölf individuelle Schicksale, die doch eines gemeinsam haben: Den Wunsch sich in Deutschland eine Zukunft aufzubauen.

Helga Kasemann und ihr Team betreuen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der ambulanten Jugendwohnung Alten Eichen

Der erste Schritt dazu ist getan. Seit dem Spätsommer 2016 wohnen die elf jungen Männer und Luwam im Studentenwohnheim der Diakonie Alten Eichen gemeinsam mit 32 Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Sie teilen sich die Gemeinschaftsräume, Küchen und Sanitärbereiche. Betreut und beraten werden die zwölf jungen Flüchtlinge im Alter von 16 bis 18 Jahren von der Sozialpädagogin Helga Kasemann und ihren beiden Mitarbeiterinnen Yasmin Abd El Rahman und Farahnaz Katiraee. Sie haben langjährige Erfahrungen im interkulturellen Bereich und sprechen zum Teil auch die Sprache ihrer Schützlinge. Diese kommen aus Eritrea, Pakistan, Somalia, Ghana, Afghanistan und Syrien.


Zwölf junge Menschen, in einem Alter zwischen Kindheit und Erwachsensein, aus sechs Nationen in einem für sie fremden Land. Wie funktioniert Integration in der Praxis? „Das Zusammenleben klappt erstaunlich gut. Mittlerweile haben die meisten Vertrauen zu uns gefasst und öffnen sich. Doch einige möchten erwachsen wirken und das Erlebte ohne therapeutische Hilfe bewältigen“, fasst Kasemann zusammen. „Bei der Auswahl der zu Betreuenden haben wir gemeinsam mit der Leitung der Erstversorgungseinrichtungen geschaut, wer zu uns passt.“ Voraussetzungen für die Aufnahme in das ambulant betreute Wohnprojekt waren, dass die Jugendlichen ein gewisses Maß an Selbständigkeit mitbringen mussten, sie benötigten einen (vorläufigen) Aufenthaltsstatus, und mussten bereit sein, sich auf (geschlechts-) gemischte Gruppen einzulassen. „Bevorzugt wurden auch junge Flüchtlinge, die sich entweder für einen pflegerischen oder sozialpädagogischen Beruf interessieren“, ergänzt die Sozialpädagogin. Denn die Diakonie Alten Eichen bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik oder in einer ihrer Altenhilfeeinrichtungen zu beginnen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Kasemann: „Ich bin sehr stolz darauf, dass Richard aus Ghana den Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Pflegeassistenten in der Auguste-Viktoria-Stiftung bekommen hat. Er ist mittlerweile so selbstständig, dass er bald auf eigenen Beinen stehen könnte.“ Das ist auch das oberste Ziel von Helga Kasemann und ihrem Team, „… die jungen Menschen bei ihrer Lebens- und Zukunftsgestaltung zu begleiten, sie zu stärken und ihnen zu einem gelingenden Leben zu verhelfen“.

Sie sind auf dem richtigen Weg: Die elf anderen Schützlinge gehen für zwei Jahre zur Schule. Fünf von ihnen besuchen noch zusätzlich einen Deutschkurs an der Volkshochschule, sodass sich mittlerweile alle gut verständigen können. In ihrer Freizeit unterscheiden sich die geflüchteten Jugendlichen nicht von ihren Altersgenossen: Sie spielen gern Fußball und Cricket, verabreden sich mit ihren Freunden oder treffen sich zu einer Partie Tischkicker. „Alle wollen in Deutschland bleiben und am liebsten studieren, Medizin oder Ingenieurswesen“, so Helga Kasemann. „Mir ist aber erst einmal wichtig, dass Richard und seine Mitbewohner lernen, ihr Leben eigenständig zu führen, die Werte und Grundlagen unserer Gesellschaft anzunehmen, ohne ihre eigene Kultur zu verleugnen.“

 

 

Aktuelles

HILFE ZUR SELBSTHILFE

Sie heißen Luwam, Mojtaba, Hariir, Abdilahi, Elyas, Baber, Sameem, Nawras, Hussain, Richard, Mohammad und Javad. Sie sind zwölf der insgesamt 1.228 (Stichtag 15.9.2016) erfassten minderjährigen Flüchtlinge, die unbegleitet – also ohne ein Familienmitglied – zurzeit in Hamburg leben. Zwölf individuelle Schicksale, die doch eines gemeinsam haben: Den Wunsch sich in Deutschland eine Zukunft aufzubauen.

Helga Kasemann und ihr Team betreuen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der ambulanten Jugendwohnung Alten Eichen

Der erste Schritt dazu ist getan. Seit dem Spätsommer 2016 wohnen die elf jungen Männer und Luwam im Studentenwohnheim der Diakonie Alten Eichen gemeinsam mit 32 Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Sie teilen sich die Gemeinschaftsräume, Küchen und Sanitärbereiche. Betreut und beraten werden die zwölf jungen Flüchtlinge im Alter von 16 bis 18 Jahren von der Sozialpädagogin Helga Kasemann und ihren beiden Mitarbeiterinnen Yasmin Abd El Rahman und Farahnaz Katiraee. Sie haben langjährige Erfahrungen im interkulturellen Bereich und sprechen zum Teil auch die Sprache ihrer Schützlinge. Diese kommen aus Eritrea, Pakistan, Somalia, Ghana, Afghanistan und Syrien.


Zwölf junge Menschen, in einem Alter zwischen Kindheit und Erwachsensein, aus sechs Nationen in einem für sie fremden Land. Wie funktioniert Integration in der Praxis? „Das Zusammenleben klappt erstaunlich gut. Mittlerweile haben die meisten Vertrauen zu uns gefasst und öffnen sich. Doch einige möchten erwachsen wirken und das Erlebte ohne therapeutische Hilfe bewältigen“, fasst Kasemann zusammen. „Bei der Auswahl der zu Betreuenden haben wir gemeinsam mit der Leitung der Erstversorgungseinrichtungen geschaut, wer zu uns passt.“ Voraussetzungen für die Aufnahme in das ambulant betreute Wohnprojekt waren, dass die Jugendlichen ein gewisses Maß an Selbständigkeit mitbringen mussten, sie benötigten einen (vorläufigen) Aufenthaltsstatus, und mussten bereit sein, sich auf (geschlechts-) gemischte Gruppen einzulassen. „Bevorzugt wurden auch junge Flüchtlinge, die sich entweder für einen pflegerischen oder sozialpädagogischen Beruf interessieren“, ergänzt die Sozialpädagogin. Denn die Diakonie Alten Eichen bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik oder in einer ihrer Altenhilfeeinrichtungen zu beginnen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Kasemann: „Ich bin sehr stolz darauf, dass Richard aus Ghana den Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Pflegeassistenten in der Auguste-Viktoria-Stiftung bekommen hat. Er ist mittlerweile so selbstständig, dass er bald auf eigenen Beinen stehen könnte.“ Das ist auch das oberste Ziel von Helga Kasemann und ihrem Team, „… die jungen Menschen bei ihrer Lebens- und Zukunftsgestaltung zu begleiten, sie zu stärken und ihnen zu einem gelingenden Leben zu verhelfen“.

Sie sind auf dem richtigen Weg: Die elf anderen Schützlinge gehen für zwei Jahre zur Schule. Fünf von ihnen besuchen noch zusätzlich einen Deutschkurs an der Volkshochschule, sodass sich mittlerweile alle gut verständigen können. In ihrer Freizeit unterscheiden sich die geflüchteten Jugendlichen nicht von ihren Altersgenossen: Sie spielen gern Fußball und Cricket, verabreden sich mit ihren Freunden oder treffen sich zu einer Partie Tischkicker. „Alle wollen in Deutschland bleiben und am liebsten studieren, Medizin oder Ingenieurswesen“, so Helga Kasemann. „Mir ist aber erst einmal wichtig, dass Richard und seine Mitbewohner lernen, ihr Leben eigenständig zu führen, die Werte und Grundlagen unserer Gesellschaft anzunehmen, ohne ihre eigene Kultur zu verleugnen.“

 

 

Aktuelles / Archiv

HILFE ZUR SELBSTHILFE

Sie heißen Luwam, Mojtaba, Hariir, Abdilahi, Elyas, Baber, Sameem, Nawras, Hussain, Richard, Mohammad und Javad. Sie sind zwölf der insgesamt 1.228 (Stichtag 15.9.2016) erfassten minderjährigen Flüchtlinge, die unbegleitet – also ohne ein Familienmitglied – zurzeit in Hamburg leben. Zwölf individuelle Schicksale, die doch eines gemeinsam haben: Den Wunsch sich in Deutschland eine Zukunft aufzubauen.

Helga Kasemann und ihr Team betreuen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der ambulanten Jugendwohnung Alten Eichen

Der erste Schritt dazu ist getan. Seit dem Spätsommer 2016 wohnen die elf jungen Männer und Luwam im Studentenwohnheim der Diakonie Alten Eichen gemeinsam mit 32 Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Sie teilen sich die Gemeinschaftsräume, Küchen und Sanitärbereiche. Betreut und beraten werden die zwölf jungen Flüchtlinge im Alter von 16 bis 18 Jahren von der Sozialpädagogin Helga Kasemann und ihren beiden Mitarbeiterinnen Yasmin Abd El Rahman und Farahnaz Katiraee. Sie haben langjährige Erfahrungen im interkulturellen Bereich und sprechen zum Teil auch die Sprache ihrer Schützlinge. Diese kommen aus Eritrea, Pakistan, Somalia, Ghana, Afghanistan und Syrien.


Zwölf junge Menschen, in einem Alter zwischen Kindheit und Erwachsensein, aus sechs Nationen in einem für sie fremden Land. Wie funktioniert Integration in der Praxis? „Das Zusammenleben klappt erstaunlich gut. Mittlerweile haben die meisten Vertrauen zu uns gefasst und öffnen sich. Doch einige möchten erwachsen wirken und das Erlebte ohne therapeutische Hilfe bewältigen“, fasst Kasemann zusammen. „Bei der Auswahl der zu Betreuenden haben wir gemeinsam mit der Leitung der Erstversorgungseinrichtungen geschaut, wer zu uns passt.“ Voraussetzungen für die Aufnahme in das ambulant betreute Wohnprojekt waren, dass die Jugendlichen ein gewisses Maß an Selbständigkeit mitbringen mussten, sie benötigten einen (vorläufigen) Aufenthaltsstatus, und mussten bereit sein, sich auf (geschlechts-) gemischte Gruppen einzulassen. „Bevorzugt wurden auch junge Flüchtlinge, die sich entweder für einen pflegerischen oder sozialpädagogischen Beruf interessieren“, ergänzt die Sozialpädagogin. Denn die Diakonie Alten Eichen bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik oder in einer ihrer Altenhilfeeinrichtungen zu beginnen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Kasemann: „Ich bin sehr stolz darauf, dass Richard aus Ghana den Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Pflegeassistenten in der Auguste-Viktoria-Stiftung bekommen hat. Er ist mittlerweile so selbstständig, dass er bald auf eigenen Beinen stehen könnte.“ Das ist auch das oberste Ziel von Helga Kasemann und ihrem Team, „… die jungen Menschen bei ihrer Lebens- und Zukunftsgestaltung zu begleiten, sie zu stärken und ihnen zu einem gelingenden Leben zu verhelfen“.

Sie sind auf dem richtigen Weg: Die elf anderen Schützlinge gehen für zwei Jahre zur Schule. Fünf von ihnen besuchen noch zusätzlich einen Deutschkurs an der Volkshochschule, sodass sich mittlerweile alle gut verständigen können. In ihrer Freizeit unterscheiden sich die geflüchteten Jugendlichen nicht von ihren Altersgenossen: Sie spielen gern Fußball und Cricket, verabreden sich mit ihren Freunden oder treffen sich zu einer Partie Tischkicker. „Alle wollen in Deutschland bleiben und am liebsten studieren, Medizin oder Ingenieurswesen“, so Helga Kasemann. „Mir ist aber erst einmal wichtig, dass Richard und seine Mitbewohner lernen, ihr Leben eigenständig zu führen, die Werte und Grundlagen unserer Gesellschaft anzunehmen, ohne ihre eigene Kultur zu verleugnen.“

 

 

Zum Archiv
ART&DESIGN